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Hans
Hinterreiter (Swiss, 1902-1989)
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1902 Geboren am 28.1.1902 in Winterthur als Sohn eines Österreichers
und einer Schweizerin. Besuchte die Primarschule und das Gymnasium.
In seiner Jugendzeit lernt er Max Bill (geboren 1908) kennen.
1920/21 Beginn eines Studiums der Mathematik an der Universität
Zürich; Wechsel an die Architekturabteilung der Eidgenössischen
Technischen Hochschule. Nimmt nebenbei Musik- und Malunterricht.
1922/24 Studienreisen nach Italien
1925 Diplom in Architektur der ETH Zürich, darauf Praxis
in Architekturbüros in Aarau und Bern. Gleichzeitig Malunterricht
bei bei W.L. Lehmann.
1929 Heirat mit Mina Salm.
1929/30 Aufenthalt in Seelisberg, wo er in völliger Abgeschiedenheit
Landschaftsstudien treibt. Hier stösst er auf die Farbtheorie
von Wilhelm Ostwald, die sein Schaffen revolutioniert. Er wendet
sich dekonstruktivischer Malerei zu und experimentiert mit
Formen und Farben, deren Gesetzlichkeit er in einer "Farb-
und Formorgel" niederlegt.
1934 Studienreise nach Spanien, wo ihn die maurische Ornamentik
der Alhambra stark beeindruckt. Angezogen durch die günstigen
Lebensbedingungen beschliesst er, sich auf der Insel Ibiza
(Balearen) niederzulassen. Versuche mit Lichtprojektionen.
1936 Durch den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges wird
er zur Rückkehr in die Schweiz gezwungen. Er schreibt
an seiner theoretischen Arbeit "Die Kunst der reinen Form" und
tritt in Kontakt mit Grete Ostwald, der Tochter des Physikers
und Farbtheoretikers Wilhelm Ostwald.
1938 Trifft er erneut Max Bill, der ihn ermuntert, der "Allianz" beizutreten.
1939 Tod seiner Frau Mina im Kindbett und Rückkehr nach
Ibiza. Er schreibt an seiner ästhetischen Geometrie weiter,
welche in neuen Farb- und Formstudien erprobt wird. Dennoch
brechen die Kontakte mit der Schweiz nicht ab: so stellt er
1942 und 1947 mit der "Allianz", der Vereinbarung
moderner Schweizer Künstler, im Kunsthaus Zürich
aus.
1953 Erwirbt er in Santa Eulalia auf Ibiza eine Farm, mit deren
Aufbau er sich mehr als ein Jahrzehnt lang fast ausschliesslich
beschäftigt.
1963 Heirat mit Inge von Carlowitz. Hans Hinterreiter wendet
sich erneut der Malerei und ihrer theoretischen Erfassung zu,
wobei er frühere Versuche überprüft und weiter
entwickelt. Gleichzeitig beginnt er, sich mit neuen technischen
Reproduktionsverfahren, auch mit Hilfe des Computers, zu beschäftigen.
Der internationale Kunstmarkt wird auf ihn aufmerksam; die
Ausstellungen häufen sich.
1973 Im Kunstmuseum Winterthur findet seine erste Museumsausstellung
statt, die in der Schweizer Kunstwelt auf grosses Interesse
stösst. Die Ausstellung enthält eine grosse Anzahl
von Studien und Bildern in reinem Schwarz-Weiss oder Schwarz-Grau-Weiss,
die fast alle im Vorjahr entstanden sind.
1984 Das Josef Albers-Museum in Bottrop veranstaltet als erstes
deutsches Museum eine Hinterreiter-Ausstellung.
1988 Erste Museumsausstellung in den USA im Guggenheim-Museum
in New York und weiteren Stationen.
1989 Hans Hinterreiter stirbt am 19.9.1989 auf Ibiza im Alter
von 87 Jahren.
Sein künstlerischer Nachlass geht an die Hans Hinterreiter-Stiftung,
die 1985 in Vaduz gegründet wurde und seit 1996 ihren
Sitz in Zürich hat.
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